|  |
| 0-60
km/h |
2,6
s |
| 0-80
km/h |
4,1
s |
| 0-100
km/h |
5,7
s |
| 0-120
km/h |
7,8
s |
| 0-130
km/h |
9,2
s |
| 0-140
km/h |
10,4
s |
| 0-160
km/h |
13,5
s |
| 0-180
km/h |
17,3
s |
| 0-200
km/h |
22,1
s |
| 400
m mit stehendem Start |
13,9
s |
| 1
km mit stehendem Start |
25,4
s |
| Höchstgeschwindigkeit |
264
km/h |
|
|
| 60-100
Km/h im 4. / 5. Gang |
6,6s
/ 8,3s |
| 80-120
Km/h im 4. / 5. Gang |
6,5s
/ 8,4s |
| 60-100
km/h im 6. Gang |
11,3
s |
| 80-120
km/h im 6. Gang |
11,4
s |
|
|
| Slalom
18 m |
65,7
km/h |
| ISO-Wedelgasse |
135,6
km/h |
| VDA
Ausweichgasse Einfahrt |
73
km/h |
| VDA
Ausweichgasse Ausfahrt |
54
km/h |
|
|
| minimal
( Verbrauchsrunde ) |
7,3
L/100 km |
| maximal |
14,7
L/100 km |
| Testverbrauch |
12,8
L/100 km |
| Reichweite |
500
km |
|
|
| Tachometerabweichung
in km/h |
| ANZEIGE |
EFFEKTIV |
| |
|
| 80 |
77 |
| 100 |
99 |
| 130 |
129 |
| 160 |
157 |
|
|
| aus
100 km/h kalt ( leer ) |
36,4m
- 10,6 m/s |
| aus
100 km/h kalt ( beladen ) |
36,7m
- 10,5 m/s |
| aus
100 km/h warm ( beladen ) |
36,4m
- 10,6 m/s |
| aus
80% Vmax ( 211 km/h ) |
165,5m
- 10,4 m/s |
|
|
|
| Wassergekühlter
Sechszylinder-Boxermotor, Mitte-längs eingebaut,
siebenfach gelagerte Kurbelwelle, zwei oben liegende
Nockenwellen pro Zylinderreihe (Kettenantrieb), vier
Ventile pro Zylinder - über Tassenstößel
mit hydraulischem Spielausgleich betätigt, elektronische
Kraftstoffeinspritzung. |
|
Leistung
: 191 kW( 260 PS ) bei 6200 U/min
spez. Leistung : 60,1 kW/L ( 81,8 PS / L )
Hubraum : 3179 ccm
Bohrung x Hub : 93,0 x 78,0 mm
Verdichtungsverhältnis : 11,0 : 1
max. Drehmoment : 310 Nm bei 4600 U/min
Motorölinhalt : 10,6 Liter
Kühlsysteminhalt : 22,0 Liter |
|
| Hinterradantrieb,
Sechsganggetriebe |
|
| Übersetzungen
: |
|
| 1.
Gang |
3,82 |
| 2.
Gang |
2,20 |
| 3.
Gang |
1,52 |
| 4.
Gang |
1,22 |
| 5.
Gang |
1,02 |
| 6.
Gang |
0,84 |
| Rückwärtsgang |
3,55 |
| Achsantrieb |
3,44
: 1 |
|
|
Einzelradaufhängung vorn und hinten,
vorn mit Querlenkern und MC-Pherson-Federbeinen,
hinten mit Querlenkern, Federbeinen,
Spurweite vorn 1455 mm,
Spurweite hinten 1514 mm.
Stabilisator vorn und hinten,
Zahnstangenlenkung mit Servounterstützung, Lenkübersetzung
16,9:1.
3 Lenkradumdrehungen.
Hydraulische Zweikreisbremse mit Bremskraftverstärker,
innenbelüftete Scheibenbremsen vorn und hinten, Bremskraftbegrenzer,
Antiblockiersystem ( Bosch ). Feststellbremse auf die Hinterräder
wirkend.
Rädergröße 7J x 17 vorn,
8,5 J x 17 hinten,
Reifengröße 205/50 ZR 17 vorn,
255/40 ZR 17 hinten,
Michelin Pilot Sport. |
|
|
| Luftwiederstandsbeiwert
(cw) |
0,32 |
| Stirnfläche
A |
4,1
s |
| Luftwiderstandsindex
cw x A |
0,62 |
| Länge
in mm |
4320 |
| Breite
in mm |
1780 |
| Höhe
in mm |
1290 |
| Radstand
in mm |
2415 |
| Wendekreis
rechts / links in m |
11,6
/ 11,1 |
| Tankinhalt
in L |
64 |
| Leergewicht
in kg |
1370 |
| Gewichtsverteilung
vorn / hinten in % |
46,6
/ 53,4 |
| Zulässiges
Gesamtgewicht in kg |
1630 |
| Dachlast
in kg |
75 |
| Kofferraumvolumen
in L |
260 |
| Zuladung
in kg |
260 |
|
|
|
| Innenbreite
vorn |
1355
mm |
| Sitztiefe
vorn |
540
mm |
| Lenkraddurchmesser |
380
mm |
|
|
| Inspektion |
alle
40000 km |
| Ölwechsel |
alle
20000 km |
|
|
| HC
( Grenzwert ) |
0,059
(0,08 ) g/km |
| NOx
( Grenzwert ) |
0,021
( 0,07 ) g/km |
| CO
( Grenzwert ) |
0,486
( 0,7 ) g/km |
| CO2 |
255
g/km |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Diese
Daten stammen - genau wie der folgende Fahrbericht aus der "Auto-Motor
und Sport" Heft 17 vom 7.August 2002
Eine
Glanznummer war der Porsche Boxsfer S schon immer, doch nun wurde 7och
etwas nachpoliert: verbesserte Karosserie, mehr Leistung, und alles ohne
Preiserhöhung. Fragt sich nur, ob das reicht, um die Strahlkraft
des Boxster zu sichern.
Modellpflege
für den Porsche Boxster ? Danke, wäre nicht nötig gewesen.
Nicht umsonst sehen Kenner im Boxster, zumal als ,S", den Ideal-Porsche:
nicht zu teuer, aber mit allen markenspezifischen Wassem gewaschen. Mehr
Porsche braucht man nicht -an dieser Erkenntnis hatte sich über die
Jahre nichts geändert. Aber Modellpflege ist nun nal ein bewährtes
Verkaufsinstrument. Neu klingt immer gut, und nach sechs Boxster- Jahren
kann etwas Schub im Absatz nicht schaden. Rund 20000 Boxster strömen
jährlich aus den Porsche-Fabriken, und das soll so bleiben. Außerdem
ist bekanntlich nichts und niemand perfekt, Auch ein Boxster nicht.
Legte man die Fan-Brille ab, ließen ich durchaus Verbesserungsmöglichkeiten
erkennen - der Qualitätseindruck im Cockpit beispielsweise inklusive
der billig wirkenden Kunststoffteile oder das fehlende Handschuhfach.
Und natürlich dürften es auch gern ein paar PS mehr sein. Deshalb
ja zur Boxsterpflege, zumal wenn sie so behutsam und dazu noch kostenneutral
ausfällt wie hier. Innen überziehtzieht nun Softlack den anstößigen
Kunststoff, vor dem Beifahrer befindet sich ein alltagstaugliches Handschuhfach,
und bei geschlossenem Dach fällt der Blick zurück nun durch
eine klein geratene, aber beheizbare Glasscheibe.
Um Neu und Alt sichtbar zu trennen, blieb auch das Äußere nicht
unberührt. Eine wulstigere Unterlippe und lackierte Grillstäbe
am Bug, dazu Luftschlitze unter dem Heck verraten dem Betrachter den neuen
Jahrgang. Ob sie den Boxster schöner machen, ist -wie oft bei nachträglichen
Retuschen -Ansichtssache. Für das neue Rad-Design ( beim Boxster
S in 17-Zoll-Ausführung, 18 Zoll auf Wunsch ) sprechen hingegen funktionale
Argumente: Dank dünnerer Speichen konnten insgesamt je nach Größe
bis zu 10,8 Kilogramm eingespart werden.
Zur traditionellen Porsche-Philosophie der kleinen Entwicklungsschritte
passt schließlich auch die mechanische Aufwertung. Wie schon der
911-Motor erfreuen sich nun auch die Boxster - Triebwerke der stufenlosen
" Vario-Cam"- Verstellung der Einlassnockenwellen. Ergebnis:
zwei Prozent weniger Verbrauch im EU-Normzyklus, dazu acht PS mehr Leistung.
Beim Boxster S macht das 260 PS - gut zu wissen, obgleich in der Praxis
von geringem Belang. So bedarf es schon intimer Boxsterkenntnisse, um
die zusätzlichen PS zu wittern. Der Testbefund: bei mittleren Drehzahlen
reagiert der 3,2-Liter-Sechszylindler nun eine Spur impulsiver, und auch
auf der Messstrecke zeigen sich leichte Vorteile. Dort erledigt der Boxster
S sein Pensum um einige Zehntelsekunden schneller: Statt wie bisher 6,1
Sekunden verstreichen beim Beschleunigen auf 100 km/h nur noch 5,7 Sekunden,
bis Tempo 200 vergrößert sich der Vorsprung auf 1,9 Sekunden.
Auch in Sachen Höchstgeschwindigkeit ist ein marginaler Fortschritt
zu verzeichnen: jetzt 264 km/h, zuvor 260 km/h.
Ansonsten genießt man die bekannten Boxster-Gefühle. Je nach
Fahrerlaune, aber stets frei von Vibrationen gibt das Boxer-Aggregat den
rabiaten Berserker oder den geduldigen Zugesel. Der kraftvolle Antritt
im hohen Gang fällt ihm ebenso leicht wie der furiose Abstecher ins
Drehzahlfirmament - bis der auf 7000/min eingestelIte Begrenzer als Spaßverderber
fungiert und den Höhenflug früher als erwartet unterbindet.
Mindestens ebenso unterhaltsam ist jedoch das akustische Repertoire -
vom markigen Grummeln bis zum kehligen Trompeten wird alles geboten, was
Sportwagenfreunde üblicherweise in Ekstase versetzt, wobei Modifikationen
am Auspuff nun noch etwas mehr Farbe ins Geräuschbild bringen. Als
Taktstock dient der präzise geführte Schalthebel, der beim Boxster
S ein ideal abgestuftes Sechsganggetriebe betätigt. Entsprechend
gern langt man zu, was in Verbindung mit der lustvollen Leistungsabgabe
Benzinsparabsichten häufig durchkreuzt. Zwischen zwölf und 13
L/100 km sind bei boxstergemäßer Fahrweise die Regel - wer
es darauf anlegt, kann aber auch mit acht Litern auskommen. Das ist nicht
wirklich sparsam, aber für ein Auto von der Qualität dieses
Porsche gerechterweise auch nicht zu viel. Immerhin gehört er zu
den Schnellsten im Lande - speziell auf kurvenreichen Landstraßen
gibt es nur sehr wenige Autos, die einem gut gefahrenen Boxster S folgen
könnten.
So gesehen war es auch nicht notwendig, am Fahrwerk etwas zu verändern.
Abgesehen von den leichteren Rädern bleibt alles, wie es war. Nach
wie vor begeistert das Mittelmotorauto durch Präzision und wohl dosiertem
Fahrbahnkontakt, genau die Schlüsselkriterien mithin, wo sich die
Sportwagenspreu vom Weizen trennt. Wie vom Boxster gewohnt kommuniziert
die Lenkung unverfalscht, der Bug reagiert zuverlässig auf kleinste
Lenkbewegungen, das Heck hingegen lässt sich in Kurven per Gasfuß
bereitwillig zu einem sauberen Übersteuern überreden, und die
Bremsen setzen weiterhin Maßstäbe.
Fahrdynamisch ist der Boxster unter seinesgleichen noch immer die Nummer
eins. Daß dabei der Komfort nicht auf der Strecke bleibt, macht
ihn nur sympathischer. Er wirkt hinreichend straff, aber auch auf Langstrecken
keineswegs unbekömmlich. Nur die Ausformung der Sitze lässt
Wünsche offen. Gleichwohl genügt der Boxster S präzise
jener Anforderung, die Autos aus seinem Stall traditionell in vorbildlicher
Weise erfüllen:
Er ist ein Vollwertsportwagen - reinrassig, aber zugleich zu 100 Prozent
alltagstauglich.
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